Viele Teams, die mit Objectives und Key Results arbeiten, treffen sich zu einem wöchentlichen oder zweiwöchentlichem Status-Meeting, dem Weekly. Die beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden sich hierbei gemeinsam zusammen – sei es in persona oder online – und tauschen sich über den aktuellen Stand ihrer Key Results aus. Häufig thematisiert werden hierbei die jeweiligen Fortschritte im Erreichen der Ergebnisse, eventuelle Hürden, die dem Ziel im Weg stehen könnten und die Zuversicht, die Key Results bis zum Ende der Iteration zu erreichen.  

Was soll uns die Zuversicht sagen?

Während der Fortschrittsbalken die objektive Aufwärtsentwicklung in Zahlen darstellt, lässt sich das Zuversichtslevel weniger klar definieren. Teams greifen in der Regel auf ein Ampelsystem oder eine Skala von 1-10 zurück, um die Zuversicht zu den einzelnen Key Results auszudrücken. Doch dieser Versuch Zuversicht zu messen, wirft häufig bei den teilnehmenden Personen Fragen auf. Warum brauchen wir ein Zuversichtslevel, wenn es im Grunde nichts weiter als Bauchgefühl ist? Warum benötigen wir diesen Wert? Was soll er uns sagen? 

Die Arbeit an Key Results verläuft selten linear

Auch wenn im Gegensatz zum Fortschrittsbalken das Zuversichtslevel nicht objektiv ist, sagt es dennoch eine Menge aus und ist ein wichtiger Bestandteil eines jeden OKR-WeeklysKey Results beschreiben Ergebnisse und in jedem guten Key Result ist mindestens eine Zahl zu finden. Mit dem Aufstellen der OKRs ist demnach klar, welcher Fortschritt gemessen wird. Allerdings ist die Arbeit an Key Results oft kein linearer Verlauf. Der Fortschrittsbalken wächst in den meisten Fällen nicht gleichmäßig Weekly für Weekly an. Geraden bei binären Key Results ist die Frage nach dem Fortschritt innerhalb der Iteration weniger zielführend, da die Skala so lange bei 0 Prozent steht bis das Ziel erreicht wurde. 

Zuversicht als Steuerungsgröße

Das Zuversichtslevel dagegen drückt nicht den Output, sondern den Input aus. Wenn ich über meine Zuversicht sprechedas Key Result bis zur Review zu erreichen, thematisiere ich alle meine Schritte auf dem Weg zum Ziel, meine Bemühungen, meine Anstrengungen. Gerade wenn der Fortschritt nicht linear verläuft, kann ich so Auskunft über den aktuellen Status des Key Results geben. Die Zuversicht dient also sowohl für mich als auch für meine Kolleginnen und Kollegen als Steuerungsgröße, die angibt, wie wahrscheinlich es ist, das Ziel bis zum Ende der Iteration zu erreichen.  

Kostenloses OKR Webinar

Noch mehr zum Thema und praktische Tipps zum agilen Zielmanagemnt mit OKR erfahren Sie in einem unserer kostenlosen Webinare.