Aller Anfang ist schwer. Die Einführung eines neuen agilen Frameworks verläuft häufig nicht sofort perfekt. So ist es auch, wenn Teams mit dem Zielmanagementsystem Objectives und Key Results starten. Wir haben die fünf häufigsten Fehler zusammengefasst, denen wir im Rahmen von OKR-Einführungen begegnet sind. 

Zu viele OKRs 

Ein Fehler, den wir immer wieder feststellen, ist das Formulieren von zu vielen Objectives und Key Results für eine Iteration. Gerade im ersten Planning werden ehrgeizige Ziele gesetzt und verhältnismäßig viele OKRs aufgestellt. Zu Beginn fällt es dem Team häufig schwer die Mengeder im Sprint zu bearbeitenden Key Results, richtig einzuschätzen. Ein Richtwert, der hier helfen kann, ist nicht mehr als fünf Objectives mit jeweils maximal fünf Key Results zu vereinbaren. So bleiben die wirklich wichtigen Themen im Fokus.  

Nicht messbare Key Results 

Ein weiterer Fehler, der bei der OKR-Einführung zu beobachten ist, ist das Formulieren von nicht messbaren Key Results. Key Results sind Schlüsselergebnisse, die definieren wie wir unsere Ziele erreichen. Wichtig hierbei ist eine möglichst objektive Formulierung ohne großen Interpretationsspielraum. Um Veränderungen messen und Fortschritte festhalten zu können, braucht es daher metrische Angaben.  

Key Results sind keine To Dos 

Fehler Nummer drei: Key Results sind keine To Dos. Mitunter begegnen wir dem Irrtum, OKRs seien eine abzuhakende Aufgabenliste. Stattdessen definieren Key Results das Ergebnis, den Outcome. Wie messen wir, ob wir unser Objective erreicht haben? Wie genau dieses Endresultat zu erfüllen ist, ist nicht Teil der Formulierung. Nur die Ergebnisse zählen!  

Keine Check-Ins 

Einige Teams verzichten auf einen regelmäßigen Check-In. Wir empfehlen ein wöchentliches Statusupdate, um Zwischenfortschritte und eventuelle Hürden kurzfristig thematisieren zu können. So ist für jeden Beteiligten transparent, wo die aktuellen Vorhaben stehen und wie realistisch das Erreichen der Key Results bis Iterationsende ist.  

Push statt Pull 

Der letzte Fehler, wenn es um die Bearbeitung von Key Results geht: Push statt Pull. Häufig kann man beobachten, dass Teammitgliedern top down Verantwortlichkeiten zugeschrieben werden. Stattdessen sollten die Personen sich aus ihrer Eigenmotivation und ihrem Interesse heraus Key Results ziehen.