Objectives und Key Results sind in diesen Zeiten wichtiger denn je. Sie schaffen Fokus. Sie schaffen Transparenz. Sie helfen uns dabei, entscheiden zu können, worauf wir gerade jetzt all unsere Kräfte verwenden sollten. 

Veränderte Rahmenbedingungen, neue Meetingformate 

In den letzten Wochen verändert sich vieles rasend schnell. OKRs, denen wir noch vor kurzer Zeit im Rahmen des Plannings größte Relevanz und Dringlichkeit zugeschrieben haben, haben angesichts der aktuellen Situation an Bedeutung verloren. Dagegen müssen wir uns jetzt auf ganz andere Objectives und Key Results fokussieren, mithilfe derer wir einen guten Plan entwickeln können, um die Krise zu meistern. Doch nicht nur inhaltlich haben wir aufgrund des Schocks von außen die OKRs angepasst. Wir mussten darüber hinaus Veränderungen an den Strukturen der Events vornehmen. Die große Mehrheit des Teams arbeitet aktuell im Home Office. Meetingformate, die noch vor Kurzem gut für unser Team funktioniert haben, müssen jetzt entsprechend für die neuen Rahmenbedingungen adaptiert werden. 

Remote Check In

Angefangen mit dem Weekly. Der Meetingraum bleibt in diesem Wochen leer. Noch bis Anfang März hat sich dort eine Gruppe von 15 Personen zusammengefunden, um über den Status der aktuellen Objectives und Key Results zu sprechen. Welche Fortschritte gibt es? Was nehme ich mir für diese Woche vor? Welche Zuversicht habe ich, mein Ziel bis zum Ende der Iteration zu erreichen? Welche Hürden habe ich? Dieser Prozess unseres Weeklys bleibt uns auch aktuell erhalten. Der große Unterschied: Wir treffen uns nicht im Meetingraum, sondern in der Videokonferenz. Außerdem wird auf dem Bildschirm unsere OKR-Dokumentation geteilt. Mithilfe der digitalen Übersicht über unsere aktuelle Iteration können wir OKR für OKR unsere Fortschritte durchgehen. 

Workshops über digitale Whiteboards 

Die Remote-Adaption des Weeklys war schnell umgesetzt. Schon seit Beginn der Einführung von Objectives und Key Results haben wir eine digitale Übersicht über unsere OKRs geführt. Außerdem hatte sich auch schon vor dem gemeinsamen Umzug ins Home Office der ein oder andere von zuhause für das 20-minütige Meeting telefonisch zugeschaltet. Doch was ist mit den anderen Events im Zyklus? Für das Planning, die Review und die Retrospektive hatten wir auf der Vergangenheit auf Workshopdesigns gesetzt, die sich durch lange Praxisphasen auszeichnen: Gruppenarbeit, Flipcharts, Sticky Notes, sich im Raum bewegen. Dies ist in dieser Form aktuell natürlich nicht umzusetzen. Dachten wir zumindest. Doch es gibt eine Vielzahl an kreativen Tools, mithilfe derer man auch praxisorientierte Sessions als Remotevariante adaptieren kann. Digitale Whiteboards fungieren als virtueller Klassenraum, in dem gemeinsam gearbeitet werden kann. 

Technisch werden der Umsetzung von Remote-Workshops keine Grenzen gesetzt. Allerdings muss man einige Dinge beachten, damit die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine positive Erfahrung haben und zu guten Ergebnissen kommen. Sicher ist: Die Aufmerksamkeitsspanne ist virtuell kürzer. Damit das Event dennoch ein Erfolg wird, sollte in kürzeren Themenblöcken gedacht werden. Häufigere Pausen, ständige Interaktionen und Diskussionszeiten für die Teilnehmenden können hier hilfreich sein.