Mit Veränderungen ist das ja immer so eine Sache: Sie fallen uns oftmals schwer, sind unbequem und erfordern in vielen Fällen ein bisschen Mut. In der Komfortzone zu bleiben, ist einfach leichter. Der Prozess der Agilisierung fällt genau in diese Schublade. Hierarchien und Wasserfall-Modelle waren vielleicht nicht optimal, aber haben uns auf eine Weise Sicherheit gegeben. Die Abläufe waren bekannt. Man konnte am Ende irgendwie auch Verantwortung abgeben.
Seit Anfang des Jahres arbeiten wir bei FREDERIX Hotspot mithilfe von Objectives und Key Results. Bei FREDERIX Systemhaus sind wir erst vor wenigen Wochen mit der Management-Methodik gestartet. Das Framework OKR hilft uns dabei, besser unsere Ziele strukturieren zu können. Gerade zu Beginn unserer agilen Transformation mit der Unterstützung von FREDERIX Consulting wurden immer wieder Vorbehalte aus den Teams laut. Diese Zweifel offen zu kommunizieren ist wichtig und richtig. Blind neue Prozesse anzunehmen, ohne sie in Frage zu stellen, wäre nicht zielführend gewesen. Damit das Projekt „Agilisierung“ jedoch nicht gleich zum Anfang zu scheitern droht, müssen schnell die passenden Antworten her.

Wir haben die fünf häufigsten Vorbehalte gegenüber OKR gesammelt, die uns in den Implementierungsphasen begegnet sind. Im heutigen Beitrag thematisieren wir zwei Fragen, die immer auftreten, wenn es um die Einführung eines neuen Frameworks wie OKR geht:


1. Woher sollen wir die Zeit nehmen?

„Woher sollen wir die Zeit nehmen?“ – Diese Frage wird häufig gestellt, wenn das Team von den verschiedenen Events des OKR-Frameworks erfährt. Natürlich tauchen mit der Einführung der Methodik erst einmal ein paar neue Termine im Kalender auf. Auch die Arbeit an den konkreten Key Results erfordert Einsatz. Dennoch liegt es ja an jedem einzelnen Teammitglied selbst, welche Ziele für die Integration gezogen werden. Nach dem „Pull-Prinzip“ werden nur die Themen angegangen, die für die entsprechende Phase als wichtig und dringend angesehen werden.


2. Und was ist mit dem Tagesgeschäft?

Die Unterscheidung von OKR-Themen und Tagesgeschäft beschäftigt uns des öfteren. Unserer Meinung nach ist es nicht zielführend, die Objective und Key Results aus den übrigen Aufgaben des Tagesgeschäfts auszuklammern. Natürlich sollte man sich keine Ziele setzen, die im alltäglichen Doing sowieso jeden Tag erledigt werden. Aber dennoch können die Iterationsziele direkt mit dem Tagesgeschäft verknüpft sein.
Drei weitere Vorbehalte, die uns in der agilen Transformation immer wieder begegnen, teilen wir in der nächsten Woche.